Was ist Cloud-Printing?
Definition: Cloud-Printing
Cloud-Printing ist ein Modell, bei dem Druckaufträge vom Gerät der Nutzer:innen an eine Cloud-Infrastruktur gesendet, dort remote verarbeitet und gerendert und anschließend an den Zieldrucker übermittelt werden. Statt sich auf einen lokalen Druckserver zu verlassen, der Treiber hostet, Druckwarteschlangen verwaltet und Druckaufträge weiterleitet, übernimmt die Cloud all das. Das Gerät der Nutzer:innen sendet einen schlanken Druckdatenstrom; die Cloud ordnet diesen dem richtigen Druckertreiber zu, formatiert die Ausgabe und stellt sie zu.
Das unterscheidet sich von der reinen Verwaltung eines Druckservers über eine Webkonsole, was manchmal als cloud-managed printing bezeichnet wird. In einer echten Cloud-Printing-Architektur gibt es überhaupt keinen Druckserver. Die Cloud ersetzt den Server, nicht nur die Verwaltungsoberfläche. Druckaufträge werden in einer isolierten Cloud-Umgebung gerendert und über eine verschlüsselte Verbindung an den Drucker übermittelt – typischerweise über ein kleines Gerät vor Ort (wie einen Connector oder Hub), das den Drucker mit der Cloud verbindet.
Das praktische Ergebnis ist, dass Nutzer:innen von jedem Gerät aus drucken können, in jedem Netzwerk und auf jeden Drucker, den dein Unternehmen angebunden hat – ganz ohne Treiberinstallation, Port‑Konfiguration oder die Notwendigkeit, sich im selben lokalen Netzwerk wie der Drucker zu befinden. Die IT verwaltet Drucker, Nutzer:innen und Richtlinien über eine einzige webbasierte Konsole, unabhängig davon, wie viele Standorte oder Gerätetypen beteiligt sind.
Wie Cloud-Printing funktioniert
Nutzer:innen senden einen Druckauftrag
Nutzer:innen drucken aus jeder Anwendung auf jedem Gerät, egal ob von einem Windows-Laptop, , einem Mac, einem Chromebook, , einem iPhone oder einem Android‑Smartphone. Das Gerät sendet einen schlanken Druckdatenstrom über eine verschlüsselte Verbindung in die Cloud. Dabei kommt kein lokaler Druckertreiber zum Einsatz.
Die Cloud rendert den Druckauftrag
Die Cloud-Plattform ordnet den Druckdatenstrom dem passenden Druckertreiber aus einer gehosteten Bibliothek zu und rendert den Druckauftrag in genau das Format, das der Zieldrucker erwartet. Druckeinstellungen wie Duplex, Farbe, Papierformat und Fachauswahl werden während des Renderns angewendet.
Der Druckauftrag wird an den Drucker übermittelt
Der gerenderte Druckauftrag wird über einen kleinen lokalen Connector oder ezeep Huban den Zieldrucker gesendet. Die Verbindung ist ausschließlich ausgehend, sodass keine eingehenden Firewall‑Ports geöffnet werden müssen. Der Drucker empfängt Daten im nativen Format, die er sofort verarbeiten kann.
Das IT‑Team verwaltet alles über eine einzige Konsole
Druckerzuweisungen, Nutzer:innengruppen, DruckrichtlinienStandardeinstellungen und Nutzungsberichte werden alle über ein einziges webbasiertes Admin‑Portal verwaltet. Änderungen gelten sofort für jeden Standort und jeden Gerätetyp. Keine GPOs, keine Anmeldeskripte, keine standortspezifische Konfiguration.
Was Cloud-Printing ersetzt
Die Infrastruktur, die Cloud-Printing ersetzt, war jahrzehntelang der Standard, und die meisten IT‑Teams kennen die damit verbundenen Probleme nur zu gut.
Druckserver sind der Kern der traditionellen Druckinfrastruktur. Jedes Büro oder Gebäude benötigt in der Regel mindestens einen, auf dem Windows Server mit freigegebenen Druckwarteschlangen, Treibern und einer Druckerbereitstellung über Gruppenrichtlinien läuft. Druckserver erfordern Lizenzierung, Patching, Ausfallplanung und alle paar Jahre einen Hardwareaustausch. Wenn ein Druckserver ausfällt, können alle mit ihm verbundenen Nutzer:innen nicht mehr drucken.
Druckertreiber sind die häufigste Ursache für druckbezogene Support‑Tickets. Jedes Druckermodell benötigt einen eigenen Treiber, und verschiedene Betriebssysteme erfordern unterschiedliche Versionen. Treiberkonflikte bringen den Windows Print Spooler zum Absturz, und jeder Microsoft‑Spooler‑Patch kann zuvor funktionierende Bereitstellungen beeinträchtigen. Seit PrintNightmare im Jahr 2021 erfordert die Treiberinstallation unter Windows standardmäßig Admin‑Rechte, was die Bereitstellung erschwert.
Die Druckerzuordnung über GPOs hängt von Active Directory, domain‑gebundenen Windows‑Geräten und deren Netzwerknähe ab. Sie funktioniert nicht für Mac, Chromebook, iOS oder Android und bricht zusammen, wenn Nutzer:innen remote arbeiten oder zwischen Büros wechseln. Für Remote‑Nutzer:innen sind oft VPN‑Tunnel erforderlich, damit sie Drucker erreichen können, was zusätzliche Kosten und Komplexität verursacht.
Cloud-Printing entfernt alle drei Ebenen: Es gibt keine Druckserver, die gewartet werden müssen, keine Treiber, die auf Endgeräten installiert werden müssen, und keine GPO‑Richtlinien, die konfiguriert werden müssen. Drucker verbinden sich über einen kompakten Hub oder ein Connector‑Gerät mit der Cloud, und Nutzer:innen drucken von jedem Gerät in jedem Netzwerk.
Warum Unternehmen auf Cloud-Printing umsteigen
Geringere Infrastrukturkosten
Der Wegfall von Druckservern reduziert den Bedarf an Windows‑Server‑Lizenzen, CALs, Hardware‑Austauschzyklen und die IT‑Stunden für deren Wartung. Die Einsparungen sind sofort und messbar, insbesondere für Unternehmen mit mehreren Standorten.
Weniger Support‑Tickets
Treiberkonflikte, Spooler‑Abstürze und Anrufe wie „Ich kann meinen Drucker nicht finden“ sind die häufigsten druckbezogenen Support‑Tickets. Cloud-Printing eliminiert alle drei, indem Treiber von den Endgeräten entfernt und Drucker über die Cloud zugewiesen werden.
Einheitliches Erlebnis auf allen Geräten und an allen Standorten
Ein Windows-Desktop im Büro, ein MacBook zu Hause und ein iPad im Meetingraum — alle drucken auf dieselbe Weise. Nutzende müssen nicht im Unternehmensnetzwerk sein, und die IT muss keine separaten Druckerkonfigurationen pro Plattform pflegen.
Höheres Sicherheitsniveau
Der Wegfall von Druckservern beseitigt eine ganze Klasse lokaler Infrastruktur, die gepatcht und überwacht werden muss. Ausschließlich ausgehende Verbindungen bedeuten, dass keine eingehenden Firewall‑Ports offen sein müssen. Verschlüsselte Übertragung und optionale authentifizierte Druckfreigabe schützen Dokumente vom Absenden bis zur Ausgabe.
So setzt ezeep es um
Cloud-Printing
ezeep ist eine Cloud-Printing-Plattform, die dieser Architektur folgt. Druckaufträge werden in der Cloud gerendert, mithilfe einer Bibliothek mit über 6.000 herstellerspezifischen Druckertreibern. Der ezeep Hub verbindet Drucker an jedem Standort ohne Druckserver oder VPNs.
Nutzende drucken von Windows, macOS, ChromeOS, iOS und Android, ohne Druckertreiber installieren zu müssen. Die IT verwaltet alles über eine einzige Webkonsole mit identitätsbasierten Druckerzuweisungen über Microsoft Entra ID oder Google Workspace.
Tauche ein in die Welt von ezeep
Cloud-Printing-FAQ
Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Cloud-Printing, von der Sicherheit bis zur Kompatibilität.
Cloud-Printing-Migrationsleitfaden
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Umstieg von Druckservern auf Cloud-Printing.
Cloud-Printing-Glossar
Definitionen der Begriffe und Akronyme, die dir bei der Evaluierung von Cloud-Drucklösungen begegnen werden.
Häufig gestellte Fragen
Neugierig, wie alles funktioniert? Hier erfährst du alles, was du über die Cloud-Printing-Lösung von ezeep wissen möchtest!
Worin besteht der Unterschied zwischen Cloud-Printing und cloud‑verwaltetem Drucken?
Beim Cloud-Printing werden Druckaufträge vollständig in der Cloud verarbeitet und gerendert, ohne dass zu irgendeinem Zeitpunkt ein Druckserver beteiligt ist. Cloud-verwaltetes Drucken Cloud-verwaltetes Drucken nutzt eine Webkonsole zur Verwaltung von Druckservern, die weiterhin vor Ort oder in einem Cloud-Tenant betrieben werden. Die Unterscheidung ist wichtig, denn cloud‑verwaltetes Drucken erfordert weiterhin Serverwartung, Treiberverwaltung und die damit verbundenen Hardwarekosten. Echtes Cloud-Printing macht all das überflüssig.
Funktioniert Cloud-Printing mit jedem Drucker?
Die meisten Cloud-Printing-Plattformen unterstützen eine Vielzahl von Druckermarken und -modellen durch cloud‑gehostete Treiberbibliotheken. Der Drucker selbst muss nicht „Cloud-fähig“ sein. Ein kleines Gerät vor Ort, wie ein Hub oder Connector, verbindet Standard‑Netzwerk‑ und USB‑Drucker mit der Cloud. Die Kompatibilität hängt von der Treiberbibliothek der Plattform ab, die in der Regel Tausende von Modellen von Herstellern wie HP, Xerox, Lexmark, Epson, Konica Minolta, Kyocera, Brother und Zebra abdeckt.
Ist Cloud-Printing sicher?
Cloud-Printing-Plattformen verschlüsseln Druckdaten bei der Übertragung mittels TLS und verarbeiten Aufträge in isolierten Umgebungen. Da auf den Endgeräten keine Druckertreiber installiert sind, entfällt die Angriffsfläche für Schwachstellen wie PrintNightmare. Viele Plattformen bieten außerdem eine authentifizierte Druckfreigabe (Pull Printing), bei der Druckaufträge in der Cloud zurückgehalten werden, bis die Nutzer:innen ihre Identität am Drucker bestätigen. So liegen keine Dokumente unbeaufsichtigt in den Ausgabefächern.
Können Mitarbeiter:innen im Homeoffice oder bei hybrider Arbeit Cloud-Printing nutzen?
Ja. Da Druckaufträge über die Cloud und nicht über ein lokales Netzwerk oder VPN geleitet werden, können Nutzer:innen von jedem Ort aus drucken mit einer Internetverbindung. Mitarbeiter:innen im Homeoffice, in einer Zweigstelle oder in der Zentrale nutzen alle den gleichen Druckpfad. VPN-Tunnel oder die Nähe zum Netzwerk sind nicht erforderlich.
Was passiert mit bestehenden Druckern beim Wechsel zu Cloud-Printing?
Bestehende Drucker können weiterverwendet werden. Cloud-Printing ersetzt die Druckserver- und Treiberinfrastruktur hinter den Druckern, nicht die Drucker selbst. Ein Hub- oder Connector-Gerät verbindet die vorhandene Hardware mit der Cloud. Die meisten Unternehmen können umsteigen, ohne ihre Drucker-Hardware austauschen zu müssen.
Möchtest du Cloud-Printing in der Praxis erleben?
ezeep ist für bis zu 10 Nutzer:innen kostenlos. Richte es in wenigen Minuten ein und sieh selbst, wie Cloud-Printing in deiner Umgebung funktioniert.