Erklärung

Wie Cloud-Printing funktioniert

Ein schrittweiser Einblick, wie Druckaufträge vom Gerät durch die Cloud zum physischen Drucker reisen und welche Komponenten die Druckserver, Treiber und GPOs ersetzen, auf die traditionelles Drucken angewiesen ist.

Cloud-Printing-Architektur

In einer Cloud-Printing-Architektur läuft der gesamte Druck-Workflow ohne einen lokalen Druckserver oder einenDruckertreiber auf dem Gerät der Nutzer:innen. Nutzer:innen senden einen Druckauftrag aus jeder Anwendung, und das Gerät überträgt einen kompakten, treiberfreien Druckdatenstrom über eine TLS-verschlüsselte HTTPS-Verbindung an eine Cloud-Plattform. Die Cloud-Plattform empfängt den Datenstrom, identifiziert den Zieldrucker, wählt den korrekten Herstellertreiber aus einer gehosteten Bibliothek und wandelt den Auftrag in das native Format um, das der jeweilige Drucker erwartet.

Der gerenderte Auftrag wird dann über ein kleines Gerät vor Ort – typischerweise als Hub oder Connector bezeichnet – an den Drucker übermittelt. Dieses Gerät hält eine dauerhafte ausgehende Verbindung zur Cloud aufrecht. Weil die Verbindung ausschließlich ausgehend ist, müssen im lokalen Netzwerk keine eingehenden Firewall-Ports geöffnet werden. Der Drucker empfängt die Daten in seinem nativen Format und druckt sofort, genau so, als hätte ein lokal installierter Treiber den Auftrag vorbereitet.

Diese Architektur bedeutet: Das Gerät der Nutzer:innen benötigt keinen Druckertreiber, das lokale Netzwerk keinen Druckserver, und das IT-Team muss niemals Treiber paketieren, testen oder auf Endgeräten bereitstellen. Die Cloud übernimmt Rendering, Routing und Zustellung, während der Hub die Verbindung auf der letzten Meile zwischen der Cloud und dem physischen Drucker herstellt.

So funktioniert's

Was passiert, wenn Nutzer:innen auf „Drucken“ klicken

Nutzer:innen drucken aus jeder Anwendung

Nutzer:innen klicken auf „Drucken“ in jeder App auf jedem Gerät.Zum Beispiel ein Word‑Dokument auf einem Windows‑Laptop, ein PDF auf einem MacBook, eine Webseite auf einem Chromebook oder ein Foto auf einem iPhone. Das Gerät sendet einen kompakten, treiberfreien Druckdatenstrom über eine TLS‑verschlüsselte HTTPS‑Verbindung an die Cloud‑Plattform.

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Die Cloud identifiziert den Zieldrucker

Die Cloud‑Plattform ermittelt anhand der Druckerzuweisung der Nutzer:innen, ihrer Gruppenzugehörigkeit oder der virtuellen Warteschlange, in die sie gedruckt haben, für welchen Drucker der Auftrag bestimmt ist. Wenn Nutzer:innen in eine „Follow‑Me“-Warteschlange gedruckt haben, wird der Auftrag zurückgehalten, bis sie beim Freigeben einen Drucker auswählen.

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Die Cloud rendert den Auftrag

Die Plattform wählt den korrekten, herstellerspezifischen Treiber aus einer gehosteten Bibliothek und rendert den Auftrag exakt in das Format, das der Zieldrucker erwartet. Standardeinstellungen wie Duplexdruck, Farbmodus, Papiergröße und Fächerauswahl werden während des Renderings basierend auf den Richtlinien, die die Administrator:innen konfiguriert haben. Das Gerät der Nutzer:innen ist niemals am Rendering beteiligt.

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Der Druckauftrag wird an den Drucker geliefert

Der gerenderte Druckauftrag gelangt von der Cloud über ein Hub‑ oder Connector‑Gerät im lokalen Netzwerk zum Drucker. Der Hub hält eine ausschließlich ausgehende Verbindung zur Cloud aufrecht.Dadurch sind keine eingehenden Firewall‑Regeln erforderlich. Der Drucker empfängt die Daten im nativen Format und verarbeitet sie sofort.

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Sep 2012

Der Druckauftrag wird protokolliert und gelöscht

Sobald der Drucker den Empfang bestätigt, wird der Druckauftrag mit Metadaten (Nutzende, Drucker, Seitenzahl, Farbe oder Schwarz‑Weiß, Zeitstempel) protokolliert und aus der Cloud gelöscht. Nach der Übermittlung verbleiben weder in der Cloud noch auf den Geräten der Nutzenden Druckdaten. Die Protokolldaten fließen in Reporting‑Dashboards für IT und Finanzen.

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Sep 2012
Die wichtigsten Komponenten

Die Komponenten, die Cloud‑Printing ermöglichen

Die Print‑App auf dem Gerät der Nutzenden

Eine schlanke Anwendung, die auf den Geräten der Nutzenden installiert wird (oder über einen Browser aufgerufen werden kann), erfasst Druckaufträge und sendet sie an die Cloud. Sie fügt verfügbare Drucker dem Druckdialog des Geräts hinzu, ohne dass Herstellertreiber installiert werden müssen. Verfügbar für Windows, macOS, iOS, Android und ChromeOS.

Die Cloud Rendering Engine

Die serverseitige Komponente, die jeden eingehenden Druckauftrag dem richtigen Herstellertreiber aus einer gehosteten Bibliothek zuordnet und ihn in das native Format des Druckers rendert. Sie ersetzt den Druckserver, übernimmt die Treiberübersetzung, wendet Druckrichtlinien an und leitet Druckaufträge an das richtige Ziel weiter.

Der Hub oder Connector

Ein kleines Gerät (Hub) oder ein Software‑Agent (Connector), das im lokalen Netzwerk sitzt und Drucker mit der Cloud verbindet. Der Hub stellt eine ausschließlich ausgehende, verschlüsselte Verbindung zur Cloud her und liefert gerenderte Druckaufträge an lokale Drucker. Er ersetzt die physische Präsenz des Druckservers an jedem Standort.

Die Admin‑Konsole

Ein webbasiertes Verwaltungsportal, in dem IT alles steuert: Druckerregistrierung, Zuweisungen für Nutzende und Gruppen, Druckrichtlinien, Standardeinstellungen, Nutzungsberichte und Sicherheitskonfigurationen. Änderungen werden sofort an allen Standorten und auf allen Geräten wirksam.

Wie sich dies von der traditionellen Druckinfrastruktur unterscheidet

Beim traditionellen Drucken steht der Druckserver im Mittelpunkt. Er hostet freigegebene Druckwarteschlangen, speichert und verteilt Treiber an verbundene Geräte, verarbeitet auf Gruppenrichtlinien basierende Druckerzuweisungen und rendert die Druckaufträge für die von ihm verwalteten Drucker. Jedes Büro oder Gebäude benötigt in der Regel mindestens einen, und jeder Server erfordert Windows‑Server‑Lizenzierung, regelmäßige Patches, Ausfallplanung und alle paar Jahre einen Hardware‑Austausch.

Cloud‑Printing verlagert all diese Aufgaben in die Cloud‑Infrastruktur. Das Rendern findet in der Cloud statt, nicht auf einem Server oder dem Gerät der Nutzenden. Druckerzuweisungen folgen der Identität und Gruppenzugehörigkeit statt GPO‑Richtlinien, die an Active Directory gebunden sind. Die Treiberverwaltung fällt vollständig aus dem Aufgabenbereich des IT‑Teams weg, da die Cloud‑Bibliothek jedes unterstützte Modell automatisch verwaltet.

Der On‑Premises‑Fußabdruck schrumpft auf ein kompaktes Hub‑Gerät an jedem Standort. Der Hub hostet keine Treiber, Warteschlangen oder Nutzerdaten. Er stellt lediglich eine sichere, ausgehende Verbindung zwischen den lokalen Druckern und der Cloud her. Wird der Hub ausgesteckt und an einen neuen Standort verlegt, sind die Drucker am neuen Standort innerhalb von Minuten einsatzbereit.

Für Nutzende ist das Erlebnis ebenfalls einfacher. Sie installieren keine Treiber, konfigurieren keine Druckeranschlüsse und müssen nicht in einem bestimmten Netzwerk oder VPN sein, um ihre Drucker zu erreichen. Sie drucken über die App, die Cloud übernimmt den Rest und die Ausgabe erscheint am Drucker.

ezeep Cloud‑Printing

Wie ezeep Cloud‑Printing umsetzt

ezeep folgt dieser Architektur mit einer Cloud Rendering Engine, die über 6.000 herstellerspezifische Treiber hostet. Der ezeep Hub ist ein kompaktes, wartungsfreies Gerät, das Drucker an jedem Standort ohne VPNs oder Druckserver verbindet.

Nutzende drucken von Windows, macOS, ChromeOS, iOS und Android über die ezeep Print App, und die IT verwaltet die gesamte Umgebung über eine einzige Webkonsole mit identitätsbasierten Zuweisungen über Microsoft Entra ID oder Google Workspace.

So funktioniert ezeep
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Häufig gestellte Fragen

Neugierig, wie das alles funktioniert? Hier ist alles, was du über die Cloud-Printing-Lösung von ezeep wissen wolltest!

Wie geht Cloud-Printing mit verschiedenen Druckermarken und -modellen um?

Cloud-Printing-Plattformen pflegen eine gehostete Bibliothek mit herstellerspezifischen Treibern. Wenn ein Druckauftrag eingeht, ordnet die Plattform ihn dem passenden Treiber für den Zieldrucker zu und wandelt die Ausgabe in dessen natives Format um. Dies geschieht vollständig in der Cloud, sodass auf dem Endgerät kein Treiber für ein bestimmtes Modell installiert sein muss. Die meisten Plattformen unterstützen Tausende von Modellen von HP, Xerox, Lexmark, Epson, Konica Minolta, Kyocera, Brother, Zebra und anderen.

Was passiert, wenn die Internetverbindung ausfällt?

Wird die Verbindung zwischen dem ezeep Hub und der Cloud unterbrochen, können neue Druckaufträge nicht übermittelt oder zugestellt werden, bis die Verbindung wiederhergestellt ist. Bereits übermittelte und gerenderte Druckaufträge werden zugestellt, sobald die Verbindung wieder besteht. Einige Unternehmen mindern dieses Risiko, indem sie eine zweite Internetverbindung vorhalten oder für kritische Standorte einen minimalen lokalen Druckpfad als Fallback beibehalten. In der Praxis sind Internetausfälle in Unternehmensumgebungen im Vergleich zu Ausfällen von Druckservern selten und von kurzer Dauer.

Erhöht Cloud-Printing die Latenz bei Druckaufträgen?

Bei den meisten Dokumenten ist der Unterschied kaum spürbar. Der Schritt des Cloud rendering fügt je nach Komplexität des Dokuments in der Regel ein bis drei Sekunden hinzu. Die Komprimierung der Druckdaten kann Cloud-Printing in überlasteten Netzwerken sogar schneller machen als herkömmliche Setups, insbesondere in VDI-Umgebungen in denen die Druckerumleitung mit Anzeigeprotokollen um Bandbreite konkurriert.

Kann Cloud-Printing während einer Übergangsphase parallel zu bestehenden Druckservern betrieben werden?

Ja. Die meisten Cloud-Printing-Plattformen können parallel zur bestehenden Druckserver-Infrastruktur betrieben werden. Unternehmen migrieren in der Regel einen Standort, ein Team oder eine Etage nach der anderen, prüfen, ob alles funktioniert, und nehmen die Druckserver in ihrem eigenen Tempo außer Betrieb. Eine radikale Umstellung auf einen Schlag ist nicht erforderlich.

Was geschieht mit den Druckdaten, nachdem der Auftrag zugestellt wurde?

Druckdaten werden nach erfolgreicher Zustellung an den Drucker aus der Cloud gelöscht. Druckaufträge, die für die authentifizierte Freigabe (Pull Printing) zurückgehalten werden, bleiben in der Regel für einen festgelegten Zeitraum – oft 72 Stunden – gespeichert und werden automatisch gelöscht, wenn sie nicht abgerufen werden. Nach Abschluss des Auftrags verbleiben keine Dokumente auf dem Endgerät, in der Cloud oder auf dem ezeep Hub.

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